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Was sich 2026 für Ihre Finanzen ändert – Chancen nutzen, Weichen stellen

von EFC Team
4. März 2026
efc chancen2026

Zum Jahreswechsel standen zahlreiche Änderungen im Steuer-, Sozialversicherungs- und Finanzbereich an. Viele davon bringen spürbare Entlastungen und eröffnen neue Gestaltungsspielräume. Wir haben die wichtigsten Neuerungen für Sie zusammengestellt.

Steuerentlastungen: Mehr Netto vom Brutto

Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.096 Euro (Vorjahr: 11.784 Euro). Für Verheiratete verdoppelt sich der Betrag auf 24.192 Euro. Der Spitzensteuersatz von 42 % greift erst ab 68.912 Euro zu versteuerndem Einkommen (Vorjahr: 67.788 Euro).

Ein Arbeitnehmer mit 50.000 Euro Jahresbrutto spart durch diese Anpassungen etwa 180 bis 200 Euro Steuern pro Jahr – ein schöner Betrag, den Sie sinnvoll anlegen können!

Das Kindergeld steigt um 5 Euro auf 255 Euro monatlich. Bei drei Kindern summiert sich die Entlastung auf 180 Euro pro Jahr. Parallel wird der steuerliche Kinderfreibetrag auf 6.672 Euro angehoben.

Unser Tipp: Nutzen Sie die Kindergelderhöhung für einen Junior-Sparplan! Bereits 50 Euro monatlich in einem breit gestreuten ETF können bis zum 18. Geburtstag zu einem beachtlichen Vermögen anwachsen.

Der Werbungskostenpauschbetrag steigt auf 1.260 Euro (Vorjahr: 1.230 Euro). Diese Pauschale wird automatisch abgezogen – erst bei höheren tatsächlichen Werbungskosten lohnt sich eine detaillierte Aufstellung.

Altersvorsorge: Neue Chancen nutzen

Der Höchstbetrag für steuerlich absetzbare Altersvorsorgeaufwendungen steigt 2026 auf 29.344 Euro (Vorjahr: 27.566 Euro). Verheiratete können das Doppelte ansetzen: 58.688 Euro.

Große Chance: Selbstständige und Gutverdiener können durch zusätzliche Einzahlungen in eine Rürup-Rente erhebliche Steuervorteile realisieren. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % entspricht die maximale Ausschöpfung einer Steuerersparnis von über 12.000 Euro! Sprechen Sie mit Ihrem EFC Financial Planner über die optimale Gestaltung.

Die Freibeträge in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) steigen ebenfalls. Bis zu 644 Euro monatlich (7.728 Euro jährlich) können steuerfrei eingezahlt werden. Gerade für gut verdienende Arbeitnehmer eine attraktive Ergänzung.

Krankenversicherung: Wichtige Weichenstellung

Die Versicherungspflichtgrenze steigt 2026 auf 73.800 Euro (6.150 Euro monatlich). Ab diesem Einkommen können Arbeitnehmer zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.

Warum ein PKV-Wechsel attraktiv sein kann?

  • Bessere medizinische Versorgung
    Als Privatpatient profitieren Sie von kürzeren Wartezeiten, Zugang zu Spezialisten, modernsten Behandlungsmethoden und höherwertiger Zahnbehandlung.

  • Finanzielle Vorteile
    Beiträge orientieren sich nicht am Einkommen, sondern am individuellen Risiko. Für junge, gesunde Gutverdiener oft deutlich günstiger als die GKV. Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit sind möglich.
  • Zukunftssicherheit
    Anders als oft behauptet sind PKV-Beiträge im Alter kalkulierbar. Während der Erwerbsphase werden Altersrückstellungen gebildet, ab 60 Jahren greift eine gesetzliche Beitragsentlastung.
  • Leistungsgarantie
    Einmal vereinbarte Leistungen können nicht gekürzt werden – im Gegensatz zur GKV.

Wichtig: Die Wahl zwischen GKV und PKV ist eine der wichtigsten Finanzentscheidungen. Ihr EFC Financial Planner führt mit Ihnen eine umfassende Analyse durch – mit detailliertem Beitragsvergleich, Leistungsgegenüberstellung und Prognose der Beitragsentwicklung über Ihr gesamtes Leben.

Kapitalerträge optimal nutzen

Der Sparerpauschbetrag bleibt bei 1.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 2.000 Euro (Verheiratete). Mit den wieder höheren Zinsen kann dieser Betrag schneller ausgeschöpft sein.

So holen Sie das Maximum heraus:
Überprüfen Sie Ihre Freistellungsaufträge, nutzen Sie Steuerstundung durch thesaurierende Fonds, verrechnen Sie Verluste strategisch und optimieren Sie die Aufteilung bei Ehegatten.

Altersvorsorge: Digitale Renteninformation startet

Ab Mitte 2026 können Sie über ein zentrales Online-Portal alle Ihre Altersvorsorgeansprüche an einem Ort einsehen – gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, Riester, Rürup und private Rentenversicherungen.

Endlich Klarheit über Ihre Versorgungslücke! Die EFC AG unterstützt Sie dabei, diese Informationen richtig einzuordnen. In einem persönlichen Rentengespräch zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Versorgungslücke schließen können.

Für Selbstständige: Neue Spielräume

Die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer steigt auf 25.000 Euro (Vorjahr: 22.000 Euro). Das gibt mehr Freiraum in der Gründungsphase. Die Debatte über eine Altersvorsorge-Pflicht für Selbstständige macht deutlich: Gestalten Sie selbst, solange Sie es noch können! Nutzen Sie die erhöhten Rürup-Höchstbeträge und bauen Sie parallel privates Vermögen auf.

Ihre EFC-Jahresplanung 2026

  • Im ersten Quartal:
    • Vereinbaren Sie Ihr EFC-Jahresgespräch
    • Prüfen Sie die PKV-Option bei Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze
    • Optimieren Sie Ihre Freistellungsaufträge
    • Planen Sie Ihre Altersvorsorge mit den erhöhten Höchstbeträgen
  • Im Jahresverlauf:
    • Analysieren Sie Ihre digitale Renteninformation
    • Prüfen Sie bestehende Verträge auf Optimierungsbedarf
    • Richten Sie Sparpläne für Ihre Kinder ein
  • Zum Jahresende:
    • Nutzen Sie Spielräume für Sonderzahlungen in die Altersvorsorge
    • Jahresabschluss-Gespräch mit Ihrem Financial Planner
    • Schöpfen Sie Freibeträge bei Vermögensübertragungen aus

Ihr Erfolg ist unser Antrieb

Das Jahr 2026 bietet vielfältige Chancen, Ihre finanzielle Situation zu verbessern. Ihr EFC Financial Planner steht Ihnen als erfahrener und unabhängiger Partner zur Seite.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2026 – mit Finanzen, die zu Ihnen passen und für Sie arbeiten!

Bildcredits: Mer_Studio, Adobe Stock